Garmin Oregon 700 & Oregon 750t Test | KAUFTIPP OUTDOOR (2023)

Garmin Oregon 700 Test & Garmin Oregon 750t Test – Das Oregon zählt seit jeher zu den beliebtesten GPS-Geräten auf dem Markt. Kein Wunder, begeistert der Garmin-Lotse doch mit sinnvoller Ausstattung, einem brillanten Display und einem spielerischen, an Smartphones angelehnten Handling.

Jetzt hat Garmin den Bestseller einemRelaunchunterzogen. Im Focus standen dabei eine besonders einsteigerfreundliche Menüführung, eine Schnittstelle zu Smartphones mit Features wie Live-Tracking oder die Möglichkeit, den GPS-Lotsen (künftig) mit Apps zu personalisieren.

Die jüngste Generation tritt mit drei Modellen an, von denen zwei in Deutschland und Österreich angeboten werden: das Einstiegsmodell Garmin Oregon 700 und das Highend-Modell Garmin Oregon 750t mit Kamera, Akku-Pack und vorinstallierter Europa-Karte (TopoActive).

Navigation-Professionell hat das Duo bereits ausführlich getestet.

Inhalt

Hardware
GPS
Höhenmesser / Barometer
Schnittstellen
Energie
Bedienung
Menü
Navigation
Tracks
RoundTrip
Connect IQ
Geocaching
Weitere Funktionen
Karten
Zubehör
Einsatzbereiche
Fazit, Bewertung

Garmin Oregon 700 & Oregon 750t Test | KAUFTIPP OUTDOOR (1)

Garmin Oregon – Die wichtigsten Fakten

  • GPS & GLONASS, A-GPS
  • Kapazitives 3-Zoll TFT-Farbdisplay, 240 x 400 Pixel
  • Wasserdicht nach IPX7
  • 4 GB (Oregon 700, ca. 3,5 GB frei) bzw. 8 GB (Oregon 750t, ca. 2,6 GB frei) interner Speicher; MicroSD-Karten bis 32 GB
  • Kompass und barometrischer Höhenmesser
  • Vorkonfigurierte Aktivitätsprofile für den leichten Einstieg
  • Bluetooth LE, WLAN, ANT+
  • Smartphone Schnittstelle über Garmin Connect (iPhone, Android,) u.a. mit Live-Tracking, Smart Notificatons und automatischen Uploads von »Aktivitäten« in Garmin Connect.
  • Connect IQ
  • Paperless Geocaching & Geocaching Live
  • Wetterradar
  • Oregon 750t: vorinstallierte, routingfähige TopoActive Europe auf OpenStreetMap-Basis; 8 MP Kamera mit Blitz
  • BirdsEye-Satellitenbilder Abo für ein Jahr

Garmin Oregon 700 Test & Garmin Oregon 750t Test: Hardware

Welche Eigenschaften hat das Oregon Gehäuse?

Alles wie gehabt – könnte man mit einem ersten Blick auf die neuen Oregons meinen. Und in der Tat, an demformschönen Designhat sich im Vergleich zum Vorgänger nur wenig geändert. Gewicht (210 g inkl. Akkus), Abmessungen (61 x 114 x 74 mm) und Wasserfestigkeit (IPX7) bleiben gleich. Die Display-Einfassung und der Batteriefachdeckel kommen jetzt allerdings in elegantem Schwarz daher (statt grau), die seitliche, umlaufende Gummierung in neutralem Grau (statt schwarz). Dank zusätzlicher Vertiefungen in der Gummileiste liegen die Newcomernoch griffiger in der Hand. Wer will, kann die Schätzchen über eine Öse auf der Vorderseite mit einer Handschlaufe sichern.

Nach wie vor etwas fummelig: die Abdeckung für den USB-Abschluss, die man sehr exakt aufsetzen muss, um Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Der D-Ring, über den das Batteriefach geöffnet wird, lässt sich dagegen auch mit dünnen (Fahrrad-)Handschuhen problemlos öffnen.

Wie gut ist das Oregon Display?

Zu den Highlights des Oregon 600/650(t) zählt sicherlich dasäußerst brillante kapazitive Display. Im Vergleich zur ersten Generation des Vorgängers fallen die Bildschirme der neuen Serie einen Tick kontrastärmer aus. Der Grund dürfte in einem schwachen Gelbstich liegen — was aber vor allem im direkten Vergleich auffällt und unter Jammern auf höchstem Niveau abzubuchen wäre. Insbesondere auch, weil die Monitore der letzten 600/650(t)-Modelle sogar einen erkennbar stärkeren Gelbstich aufweisen als Garmin Oregon 700 und Garmin Oregon 750(t), also etwas weniger Kontrast zeigen.

Wie auch immer:Der helle, kontrastreiche Monitor, der sich oft auch ohne aktivierte Beleuchtung prima ablesen lässt, ist nach wie vorder Beste auf dem Markt. Vor allem besticht er selbst unter schwierigen Bedingungen, etwa in praller Sonne — eine Herausforderung für viele Monitore — mit brillanter Darstellung. Dank der relativ hohenAuflösungvon 240 x 400 Pixel werden selbst kleinste Kartendetails und –bezeichnungen scharf wiedergegeben.

Wieviel Speicher bieten der Garmin Oregon 700 bzw. der Garmin Oregon 750t?

Unser Garmin Oregon 700 Test zeigt: Etwas mehr interner Speicher hätte es schon sein können – Der »700er« tritt mit (im Windows Explorer angezeigten) nutzbaren 3,46 GB an, der 750t immerhin mit 7,2 GB, wobei bei Letzterem durch die vorinstallierte TopoActive nur ca. 2,6 GB frei bleiben. Macht nichts, denn bei Bedarf lässt sich der Speicher problemlos mitMicroSD-Karten bis zu 32 GBerweitern.

Garmin Oregon 700 / 750t: Technik

GPS-Empfang – Was kann der Oregon?

GPS- und (zuschaltbares) GLONASSsind wie bei Garmin üblich selbstverständlich,Waas/Egnoslässt sich bei Bedarf zusätzlich aktivieren. Im Vergleich zum Vorgänger liegt die Antenne auf der Vorderseite des Geräts, was sich in verbesserten Empfangseigenschaften bemerkbar machen soll.

In der Praxis gibt das Garmin Oregon 700 dann auch meist eine höhere Genauigkeit an als der Vorgänger (s. Screenshots unten). Dennoch fallen Trackaufzeichnungen — zumindest im Test von Navigation-Professionell — nicht unbedingt genauer aus als beim Oregon 600 und 650t. Vor allem in engen Tälern neigen auch die Neuen zu einer, wenn auch nur leichten Drift.

Unterm Strich zeigt das Garmin Oregon 700 einen sehr guten Empfang, ohne allerdings in punkto Genauigkeit mit dem Klassenprimus GPSmap 64s(t) gleich zu ziehen (s. Test-Tracks). Aber: Was nicht ist, kann ja noch werden. Erfahrungsgemäß werden die Empfangseigenschaften von Neuerscheinungen noch einem Feintuning via Software-Update unterzogen. Navigation-Professionell bleibt am Ball!

Extrem flotterfolgt dagegen schon jetzt die erste Positionsbestimmung nach dem Einschalten. Hier hängen die Neulinge das Oregon 600/650(t) klar ab. Was auch am weiteroptimierten A-GPSliegt, lassen sich doch downloadbare EPO-Satellitendaten aus dem Netz aufspielen. Solchermaßen gedopt gelingt den aktuellen Oregons der »First Fix« äußerst schnell.

Was bieten Höhenmesser & Barometer?

Auch bei der Neuauflage des Oregons gehört einHöhenmesser mit Barometerselbstverständlich zur Ausstattung. In punkto Funktionsumfang gibt es keine Unterschiede zur Vorgängergeneration. Mit dem Software-Update 2.70 wurde auch die für die Wettervorhersage praktische, bisher fehlende Möglichkeit hinzugefügt, die Luftdrucktendenz bei ausgeschaltetem Gerät aufzuzeichnen.

Wie zuverlässig Höhenmeter registriert werden, zeigen dieErgebnisseder Testrunden von Navigation-Professionell.

(Touren 1,2, 3, 5: alle Geräte fortlaufende Autokalibrierung; Tour 4a, 4b: alle Geräte Start / Gipfel manuell kalibriert; Angaben: Auf- / Abstiegshöhenmeter).

Tour 1

  • Oregon 700: 611 / 605 m
  • Oregon 600: 592 / 589 m
  • fenix 3 HR: 596 / 591 m
  • epix: 601 / 592 m

Tour 2

  • Oregon 700: 686 / 689 m
  • Oregon 600: 707 / 682 m
  • fenix 3 HR: 674 / 664 m
  • GPSmap 64s: 712 / 693 m

Tour 3

  • Oregon 700: 918 / 919 m
  • Oregon 600: 885 / 888 m
  • fenix 3 HR: 887 / 875 m
  • GPSmap 64s: 987 / 937 m

Tour 4a

  • Oregon 700: 1.177 / 1.184 m
  • Oregon 600: 1.209 / 1.205 m
  • GPSmap 64s: 1.258 / 1.230 m

Tour 4b

  • Oregon 750: 1.181 / 1.161 m
  • Oregon 750t: 1.192 / 1.164 m
  • GPSmap 64st: 1.201 / 1.169 m
  • eTrex Touch 35: 1.188 / 1.157 m

Tour 5

  • Oregon 700: 407 / 401 m
  • Oregon 600: 421 / 412 m
  • GPSmap 64s: 440 / 418 m

Über welche Schnittstellen verfügen der Garmin Oregon 700 & Garmin Oregon 750t?

In Sachen Konnektivität setzt die Oregon-Flotte Maßstäbe. Hier bieten allenfalls die Garmin Edge-Bikecomputer Vergleichbares.

Einerseits kommunizieren die GPS-Lotsen viaBluetooth LEmit Smartphones, auf denen die AppConnect Mobilevon Garmin installiert sein muss (iPhone, Android). Das Pairing klappt in der Regel zuverlässig.

An Features stehen zur Verfügung:

  • Live-Tracking
  • Benachrichtigung für eingehende Anrufe, SMS-Nachrichten und E-Mails (Smart Notifications). Die Benachrichtigungen werden als aufploppende Felder eingeblendet, die auch den Inhalt der SMS bzw. E-Mail anzeigen.
  • Installieren von Apps, Widgets und Datenfeldern aus dem Connect IQ Store (siehe unten).
  • GeocachingLive
  • Wetterbericht mit Regenradar einholen (siehe unten)
  • Überspielen von EPO-Satellitendaten (s. oben)
  • Upload aufgezeichneter Aktivitäten ins Webportal Garmin Connect.

Als weitere Option lassen sich auch die Geräte-Software via Smartphone und Connect Mobile aktualisieren.

Garmin Oregon 700 & Oregon 750t Test | KAUFTIPP OUTDOOR (2)
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Anderseits nehmen der Garmin Oregon 700 und der Garmin Oregon 750t auchper WLAN Verbindung mit dem Netzauf, was

  • Geocaching Live (s. unten),
  • die Abfrage von Wetterdaten,
  • das Herunterladen von EPO Satellitendaten sowie
  • den Upload von Aktivitäten in die Plattform Garmin Connect ermöglicht.

Selbstverständlich ist auch eineANT+-Schnittstellean Bord, über die

  • sich Herz-, Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensoren sowie Kombisensoren (Geschwindigkeit/Trittfrequenz) koppeln lassen. Entsprechendes gilt für den tempe Temperatursensor.
  • man Wegpunkte, Routen, Tracks und Geocaches mit anderen kompatiblen Garmin-Modellen austauschen kann. Bluetooth macht darüberhinaus den Transfer von Fotos und Custom Maps möglich.
  • sich Garmin Virb Action Cams steuern lassen und
  • die Oregons mit dem Geocaching-Gadget Garmin Chirp Kontakt aufnehmen.

Nimmt man den obligatorischenUSB-Anschluss(wahlweise auch mit der von vielen Smartphones bekanntenMTP-Schnittstelle) für den Datenaustausch mit dem PC hinzu, erweist sich der Oregon 700/750(t) als in jeder Hinsicht gut vernetztes Navi mit vielen pfiffigen Features.

Klasse – über Connect IQ Apps lassen sich perBluetooth Tracks vom Smartphone auf den Oregon übertragen!

Wie werden der Garmin Oregon 700 & der Garmin Oregon 750t mit Strom versorgt

Wie beim Vorgänger übernehmen auch bei der jüngsten Oregon-Generation zwei Mignon (Lithium-)Batterien oder Akkus bzw. optional auch das im Gerät aufladbare NiMH-Akku-Pack (2.000 mAh) von Garmin die Energieversorgung. Letzteres ist beim Oregon 750(t) bereits im Lieferumfang enthalten.

Die von Garmin angegebene Laufzeit liegt bei 16 Stunden. Im Test ergaben sich mit den von Navigation-Professionell als Referenz verwendeten weißen Panasonic eneloop AA und schwarzen Panasonic eneloop PRO Zellen folgende Werte (Oregon 700):

  • Power-Modus(Display permanent max. Beleuchtung, GPS & GLONASS, Trackaufzeichnung, aktive Navigation): ca. 05:30 hh:mm (PRO), ca. 04:45 hh:mm (AA)
  • Spar-Modus(Energiesparmodus, nur GPS, Trackaufzeichnung): ca. 16:30 hh:mm (AA)

Einweiterer Vergleichstestzwischen Garmin Oregon 700 und Garmin Oregon 750t mit anderen Akkus vom Typ eneloop AA brachte ähnliche, wenn auch etwas geringere Werte. Interessanterweise hielt der Oregon 700 bei allen Messungen etwa 10 bis 15% länger durch als der 750t (auch bei vertauschten Akkus).

  • Power-Modus
    1. Oregon 700: 04:45 hh:mm
    2. Oregon 750t: 04:25 hh:mm
  • Spar-Modus
    1. Oregon 700: 14:15 hh:mm
    2. Oregon 750t: 12:25 hh:mm

Unterm Strich entsprechen die Zeiten etwa denen von Oregon 600(t) und 650(t).Eine Tagestour bewältigen auch die Neuen problemlos mit einem Satz Akkus, mit leistungsstarken Akkus (>2.500 mAh) oder Lithium-Batterien dürften auchWochenendtourenkein Problem sein.

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Garmin Oregon 700 & Garmin Oregon 750t im Test: Handling

Wie wird der Oregon bedient?

Bedient wird das Oregon Trio über einenkapazitiven Touchscreen und zwei seitliche Tasten, die sich mit wichtigen Funktionen für den den schnellen, direkten Zugriff belegen lassen. Das Handling klappt auch mit (langen Bike-)Handschuhen sehr gut. Wie bei Smartphones kann man die Karte mit Fingergesten zügig zoomen, verschieben und verdrehen, sehr flott durch Listen scrollen oder mit dem Daumen flugs seitlich durch Menüseiten und Profile »wischen«.

Falls der Screen mit Handschuhen nur zögerlich reagiert, lässt sich die Empfindlichkeit durch dieEinstellung »Handschuh«erhöhen. Bei dickeren Handschuhen hilft jedoch meist nur der Umstieg auf Modelle mit speziellen Einsätzen für kapazitive Displays (wobei es dann ohnehin schwierig wird, die Menüsymbole zu treffen).

Und bei Nässe? Was offenbart unser Garmin Oregon 700 Test?Im leichten Sprühregen bleibt der Oregon gut bedienbar. Mit steigender Intensität des Regens, wenn sich ein Wasserfilm auf dem Display bildet, zeigt sich der Screen aber zunehmend störrisch (was auch für die kapazitiven Displays der Konkurrenz gilt). Die Karte lässt sich oft nur schwer verschieben, Fehlfunktionen können beim Tippen auf Menüs und Funktionen auftreten — zumal dicke Tropfen das Display auch mal ungewollt verstellen. Hier bleibt nur, den Monitor zu sperren.

Das Menü des Garmin Oregon!

»Keep it simple«lautet die Devise. Auch die neuen Oregons treten mit der bereits beim eTrex Touch vorgestellten»aktivitätsbasierten« Menüführungan, mit der — trotz der sperrigen Bezeichnung — auch Einsteiger recht schnell klarkommen. Dazu frägt der GPS-Lotse gleich nach dem Einschalten ab, was man unternehmen möchte. Zur Wahl stehen diverse»Aktivitäten« (Profile), darunter Wandern, Bergsteigen, Mountainbiken, Tourenradfahren und Geocaching.

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Tippt man auf eine Aktivität oder wählt ein Ziel aus, öffnet sich automatisch die Kartenseite. Gleichzeitig ploppt ein Statusfeld auf, über das man u.a. die Trackaufzeichnung startet (und stoppt). WeitereMenüseiten(»Aktivitätsdatenseiten«) — vom Reisecomputer bis zum Höhenmesser — erreicht man durch einfaches, seitliches Wischen über das Display.

Zusätzlich lässt sich durch einen kurzen Druck auf die Einschalttaste die»Schublade«öffnen, ein Untermenü, in dem auch alle übrigen Funktionen anzutreffen sind: der Routenplaner ebenso wie das Geocaching-Menü oder Benachrichtigungen.

Alle »Aktivitäten« (Profile) sind bereits vorkonfiguriert, d.h. die Geräteeinstellungen an die jeweilige »Outdoor-Sportart« angepasst. (Nicht nur) Einsteigern bleibt also die sonst nötige Abstimmung des Navis vor der ersten Tour erspart. Wer eine individuelle Konfiguration bevorzugt, kann die Einstellungen natürlich ändern oder eigene Profile anlegen.

Garmin Oregon 700 & Oregon 750t Test | KAUFTIPP OUTDOOR (10)
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Menü – Individuell anpassbar!

Auch sonst lässt sich das Oregon-Trioin hohem Maße personalisieren. Unter anderem kann man die Menüseiten beliebig anordnen oder ein- und ausblenden. Entsprechendes gilt für die Menüs und Funktionen in der »Schublade«.

Ebenfalls praktisch: Die Statusseite, die man durch Wischen über das Display von oben nach unten öffnet. Auf ihr lässt sich nicht nur die Displaybeleuchtung regeln. Sie zeigt auch bestehende Verbindungen (WLAN & Bluetooth) an oder gibt Auskunft über das Wetter und eingehende Nachrichten. Durch Antippen lassen sich die jeweiligen Menüs direkt aufrufen.

Das perfekte Menü also? Nicht ganz. Teils würden etwas eindeutigere Bezeichnungen den Einstieg erleichtern. So steht der Begriff »Aktivität« u.a. für Profile, aber auch für im Format fit aufgezeichnete Tracks. »Aktivitätseinstellung« bezeichnet einmal das Menü, in dem man neue Aktivitäten (Profile) anlegt, teils aber auch die Einstellungen zur Trackaufzeichnung (im Menü Aktuelle Aktivität) usw.

Auch das bereits oben erwähnte,eigentlich praktische Pop-Up-Menü, über das man u.a. die Trackaufzeichnung startet, kann ganz schön lästig werden. Nämlich dann, wenn man ohne aktivierte Aufzeichnung navigieren möchte, ploppt es doch so lange auf, bis die Aufzeichnung gestartet wurde. Dauerhaft wegdrücken? Gibt`s nicht.

Tipp: Traditionalisten und »alte Hasen« und können die Oregons auch in einen klassischen Modus schalten mit einem ähnlichen Menüaufbau wie beim Oregon 600/650(t), der für ein etwas flotteres, direkteres Handling steht. Übrigens ganz ohne Pop-Up-Menü …

Garmin Oregon Test: Funktionen

Über welche Navigationsfunktionen verfügt der Oregon?

Die vielseitigen Navigationsfunktionen von Garmin-Geräten, darunter dieOutdoor-spezifische Routingfunktion(ActiveRouting), wurden von Navigation-Professionell bereits mehrfach ausführlich in Test und Service-Beiträgen beschrieben, weshalb an dieser Stelle vor allem auf zwei Neuerungen eingegangen wird. Die wichtigste betrifft die Navigation mit Tracks.

Tracks – ein wichtiges Thema!

Das Garmin Oregon 700 und das Garmin Oregon 750t zeichnen Tracks in Standardeinstellung im Format fit auf, die imAktivitätenprotokollangezeigt werden. Vom Computer mit BaseCamp übertragene Tracks werden dagegen im Format gpx imTrack-Managerabgespeichert. Was nicht nur bei Einsteigern für Verwirrung sorgt, zumal sich die ohnehin dünne Anleitung dazu ausschweigt.

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Wer dasKuddelmuddelvermeiden will, stellt im Setup als Ausgabeformat gpx/fit ein. Aufgezeichnete Tracks erscheinen dann zusätzlich im Track-Manager. Alternativ kann man »Aktivitäten« (im Aktivitätenprotokoll) auch nachträglich in gpx-Tracks umwandeln.

Die Wahl gpx/fit als Ausgabeformat empfiehlt sich aus Sicht von Navigation-Professionell auch deshalb, weil der Track-Manager weitreichendere Funktionen bietet als das Aktivitätenprotokoll. So lassen sich z.B. Tracks nur im Track-Manager archivieren.

»Fit-Tracks« (Aktivitäten) spielen Ihre Vorteile vor allem aus, wenn man den Oregon als Fitnessgerät nutzt und auch Sensordaten wie Herz- und Trittfrequenz aufzeichnet. Im Gegensatz zu gpx-Tracks lassen sie sich direkt ins Fitnessportal Garmin Connect hochladen (s. Schnittstellen), analysieren und archivieren.

Was kann RoundTrip Routing?

Ebenfalls neu: RoundTrip Routing. Die Oregons berechnen nach Vorgabe einer Streckenlänge bis zu drei Rundkurse passend zur jeweils gewählten Aktivität (Profil). Als Startpunkt fungiert die aktuelle Position oder ein beliebiger Punkt, den man auf der Karte markiert.

Insgesamt fallen die Routenvorschläge am attraktivsten aus für Tourenradler. Mountainbiker werden oft über breite Wege geführt oder abschnittsweise auch schon mal über Straßen. Beim Wandern schwankt die Qualität: Mal geben die Oregons durchaus interessante Touren über Wanderwege aus, denen dann aber auch weniger gelungene Vorschläge z.B. mit neben Straßen verlaufenden Abschnitten gegenüberstehen.

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Was bietet Garmin Connect IQ?

Ein bereits von fenix 3, epix und Edge-Bikecomputern bekanntes Feature hält jetzt auch bei Outdoor-Navis Einzug: Connect IQ.Die neue Oregon-Flotte lässt sich individuell mit Apps, Widgets und Datenfeldern aufrüsten, die man über Garmin Express oder Connect Mobile auf den Navis installiert.

Die ersten kompatiblen Datenfelder stehen bereits im Connect IQ Shop. Allerdings liegen bisher in erster Linie Fitness-lastige Infos wie Herzfrequenz und Rundenzahl vor oder Infos, über die der Reisecomputer im Gerät ohnehin Auskunft gibt — etwa die Anzeige der Temperatur oder die Anstiegsrate. Auch werden (wohl eigentlich für Fitnessuhren entwickelte) Felder teils nur reduziert angezeigt. Beim Feld »Visual HR Zones« von Garmin (s. Display) etwa wird nur die Herzfrequenz angezeigt, der graphische Farbcode fehlt. Hier besteht noch Luft nach oben.

Garmin Oregon: Was gibt es Neues beim Geocaching?

Unser Garmin Oregon 700 Test offenbart – Neues gibt`s auch in der Rubrik Geocaching zu vermelden: MitGeocaching Livekönnen sich »Schatzsucher« Caches von geocaching.com per WLAN oder über ein gekoppeltes Smartphone mit der App Connect Mobile aufs Gerät laden – ganz ohne Computer. Spontanen Geocaching-Ausflügen ohne langwierige Vorbereitung steht somit nichts im Wege. Auf die gleiche Weise lassen sich Caches auch loggen. Premium-Mitglieder von Geocaching.com können sogar ihre Geocaching-Listen mit den Oregons abgleichen.

Doch Vorsicht: Caches werden zunächst nur als Listen heruntergeladen. Um die Beschreibung, Hints und alle anderen Infos (für den Offline-Use ohne Handy-Verbindung) dauerhaft auf dem Oregon zu speichern, muss der Cache aufgerufen bzw. geladen werden!

Bevor man die Vorzüge des mobilen Cache-Nachschubs genießen kann, muss man das Oregon einmalig (via WLAN oder Connect Mobile)mit seinem Account bei geocaching.com verknüpfen. Die Registrierung wird im Setup unter Geocaching/Geocaching Live gestartet, woraufhin ein Code generiert wird, den man auf geocaching.com eingibt (vor dem Start der Registrierung im Portal anmelden!).

Garmin Oregon 700 & Oregon 750t Test | KAUFTIPP OUTDOOR (18)

Welche Fitness Funktionen gibt es beim Garmin Oregon 700 & Garmin Oregon 750t?

Ebenfalls an Bord, wenn auch nicht neu: Einfache Fitness-Funktionen, die aber weniger für intensive Trainings gedacht sind, sondern eher der Überwachung der »vital Funktionen« auf Tour. Dazu lässt sich die Oregon-Flotte via ANT+ mit einemHerz- und Trittfrequenz- sowie Geschwindigkeitssensoren(letztere auch als Kombisensor) koppeln.

Immerhin kann man verschiedene Herzfrequenzbereiche abstecken, sogar nach Sportarten getrennt in diversen Aktivitätsprofilen von Laufen über Wandern und Radfahren bis zu Snowboarden. Eine akustische oder visuelle Warnung bei Unter- oder Überschreitung von Grenzen bleibt jedoch Sportmodellen vorbehalten. Die Kategorisierung erleichtert vor allem die Zuordnung imWebportal Connect, in das sich die Aktivitäten hochladen, analysieren und archivieren lassen.

Und sonst?

Erwähnt sei als weiteres pfiffiges Feature noch dieWettervorhersage mit Regenradar, die Auskunft gibt über aufziehende Schauer und Gewitter. Die künftige Wetterentwicklung lässt sich sogar als filmische Vorschau auf der Karte verfolgen.

Mit dem »750t« lassen sich dank8-Megapixel-Kamerageoreferenzierte Bilder schießen. Klar haben viele Smartphones bessere Kameras, aber um mal eben schnell eine »optische Notiz« aufzunehmen, dazu reicht sie allemal. Bei Dunkelheit fungiert der Blitz zudem als Taschenlampe.

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Garmin Oregon 750t Test: Mit der integrierten 8 MP Kamera aufgenommenes Bild

Garmin Oregon 700 & Oregon 750t Test | KAUFTIPP OUTDOOR (22)

Bilddaten: Nicht bearbeitet, Originalgröße 3.264 x 2.448 Pixel, 24 bit JPEG, Größe 1,61 MB, Brennweite 4,1 mm (entspricht 31 mm Kleinbild)

Garmin Oregon 700 Test & Garmin Oregon 750t Test: Ausstattung

Karten – Was bietet der Garmin Oregon?

Ein gewichtiges Argument bei der Wahl ist auch das jeweilige Kartenangebot.Hier fährt Garmin die volle Punktzahl ein, lassen sich die Oregons doch mit einer breiten Palettekäuflicher Kartenfüttern. Der Focus liegt auf routingfähigen, topografischen Vektorkarten aus allen Teilen der Welt, die durch ein kleines, aber feines Angebot an Rasterkarten ergänzt werden, darunter auch die Alpenvereinskarten. Ebenso sind Straßen- und Marinekarten erhältlich.

Sparfüchse finden in einer gleichfalls breiten Palette ankostenlosen OpenStreetMaps (OSM)im Netz eine günstige Alternative. Apropos: Auf dem Oregon 750t sind (neben einer simplen Basiskarte) OSM von Europa sogar schon vorinstalliert, dieTopo Active Europe, mit der auch der etrex Touch vom Stapel läuft. Die vergleichsweise detaillierte Karte zeigt zwar keine Höhenlinien, punktet aber mit Adresssuche und einer üppigen Auswahl an Sonderzielen (nicht nur) für Wanderer und Biker, ob Gipfel, Unterkunft oder Sehenswürdigkeiten.

Ausstattung & Zubehör

Praktisch: Über eine mitgeliefertenKarabinercliplässt sich der Oregon am Rucksack befestigen. Empfehlenswerte Alternative: die»Rucksackbefestigung« von Garmin, die am Träger fixiert wird (19,99 Euro).

Schade nur, dass der Bikehalter extra angeschafft werden muss (11,99 Euro). Eigentlich sollte er bei einem Navi dieser Preisklasse mit an Bord sein. Doch sonst steht für die Oregons reichlich Zubehör zur Auswahl, vom Herz- und Trittfrequenzsensoren über Tragetaschen oder bis zum Kfz-Kit.

Für welche Einsatzbereiche eignen sich der Garmin Oregon 700 und der Garmin Oregon 750t?

Alsechte Alleskönnererweisen sich die Oregons als ideale Begleiter für eine Reihe von Outdoor-Aktivitäten:

  • Sehr gut: Allround, Wandern, Tourenradeln, Mountainbiken, Geocaching
  • Gut: Bergsteigen, Trekking
  • Weniger: Skitouren
  • Nicht: Kajak

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Garmin Oregon 700 Test & Garmin Oregon 750t Test: Fazit

Unterm Strich zwei GPS-Geräte, die mehr als ordentlich Spaß machen.

Die Garmin Oregons vereinen die bewährten Merkmale der letzten Generation — brillantes Display, vielseitige Navigation und ein üppiges Kartenangebot — mit pfiffigen neuen Features.

Hierzu zählen die (von kleinen Ausnahmen abgesehen) intuitive, einsteigerfreundliche Bedienung ebenso wie der flotte Empfang und die Schnittstelle zu Smartphones mit Live-Tracking, Smart Notifications, Wetterradar oder Geocaching Live. Das Übertragen von Tracks vom Smartphone auf den Oregon per Bluetooth ist ein weiteres Highlight!

Herausgekommen ist ein modernes, erstklassiges Allround-Navi, das beim Wandern und Biken ebenso begeistert wie beim Geocaching –und auch 2020 & 2021 uneingeschränkt empfehlenswert ist und nichts von seinem Charme verloren hat!

Update 2022: Garmin hat die Oregon Serie mittlerweile eingestellt, Nachfolger sind bislang nicht in Sicht! Die aktuelle beste Alternative mit Touchscreen ist das TwoNav Cross (mein Test).

Pro – Garmin Oregon 700/750t

  • Tolles Display
  • Zwei individuell belegbare Tasten
  • Umfangreich konfigurierbar
  • Exakter Höhenmesser
  • Smartphone-Schnittstelle z.B. zum Übertragen von Tracks

Contra – Garmin Oregon 700/750t

  • Verwirrende Kombination von Aktivitätenprotokoll (»fit-Tracks«) und Track-Manager (»gpx-Tracks«)
  • Bikehalter nur als Zubehör

Bewertung

  • GPS: 80%
  • Tempo: 60%
  • Akku: 60%
  • Display: 100%
  • Bedienung: 100%
  • Navigation: 80%
  • Ausstattung: 80%
  • Karten: 100%
  • Gesamt: 80%
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Author: Nathanial Hackett

Last Updated: 02/07/2023

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